1. Trailfieber Gruppenlauf

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Am gestrigen Sonntag den 20. November 2016 war es soweit. Der erste Trailfieber Gruppenlauf fand am Rande des Schwarzwalds auf dem schönen Schluchtensteig statt. Nachdem ich bereits bei einigen Gruppenläufen bzw. Revierguides zu Gast war, war es an der Zeit auch selbst mal so etwas zu organisieren und damit der Trailcommunity auch etwas zurückzugeben. 

In der Woche vor dem Lauf studierte ich täglich den Wetterbericht. Regen, Regen, Schnee, Regen so war die Aussicht für den Samstag. Die Aussichten für den Sonntag waren aber bei den meisten Wetterberichten als sehr gut eingestuft. Das Problem ist, dass bei zu viel Wasser gerade um diese späte Jahreszeit die Gauchachschlucht unpassierbar wird. Auch werden die Wege bei zu kalten Temperaturen sehr rutschig und bei teilweise steilen Abhängen zu gefährlich zu laufen. 

So regnete es am Samstag wie aus Kübeln, oberhalb von 800m sogar als Schnee. Punkt 17 Uhr Nachmittags hörte es aber auf zu regnen und klarte sogar auf. Als am Sonntag morgen der Wecker klingelte präsentierte sich der Südschwarzwald im perfekten Laufwetter. Noch etwas eisig aber schon mit Sonne und blauem Himmel. 

Am Treffpunkt in Döggingen am Bahnhof trudelten immer mehr Läufer aus dem ganzen Bundesland ein. Die Verpflegung war in das Auto von Elke verladen worden, welche sich freundlicher Weise anbot zwei Punkte anzufahren, während ihr Mann am Traillauf teilnahm. 

Fachsimpeln vor dem Lauf

Fachsimpeln vor dem Lauf

Viele Zwei und ein Vierfüsser

Viele zwei und ein Vierbeiner

Kurz nach 10 Uhr starteten so also 30 Läufer und 1 Vierbeiner auf die ca. 30 Kilometer lange Strecke durch die drei Schluchten. Aus Döggingen hinaus ging es zuerst zum Einstieg in die Gauchachschlucht. Ein steiler Trail als Abstieg in die Schlucht läutete die nun folgenden ausschließlich trailigen Kilometer ein. 

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Hinab in die Schlucht

An der Talsohle der Gauchachschlucht angekommen folgte die Gruppe der Gauchach flussabwärts. Man lief in einer geschlossenen Gruppe und wartete an Kreuzungen und Abzweigungen immer wieder auf den Rest der Gruppe. Das recht wilde Gelände in der Gauchachschlucht, welche weniger begangen wird wie die Wutachschlucht, lässt sowieso kein schnelleres Tempo zu. Die unzähligen Brücken über die Gauchach sind außerdem mit größerer Vorsicht zu genießen, da diese sehr rutschig sind und sich bei mehreren Läufern auch sehr aufschaukeln. 

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Die Sonne lässt sich blicken

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Entlang der Gauchach

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Entlang der Gauchach

Der Wasserpegel der Gauchach war durch den Regen der Vorwoche doch recht weit angeschwollen und so war es an einigen Stellen gerade noch so möglich die Schlucht zu passieren. Dem Spaß taten diese bisschen matschigeren Abschnitte aber keinen Abbruch. Nach ca. 8 Kilometern erreichte man das Ende der Gauchachschlucht. Hier mündet die Gauchach in die Wutach. Leider muss man hier aufgrund eines großen Erdrutsches eine Umleitung in Kauf nehmen. Diese führt das Läuferfeld wieder aus der Schlucht hinauf nach Bachheim. Im GPS Track ergibt das eine nette Steigung. Der positive Aspekt für die Läufer bedeutet dies aber eine Verpflegungsmöglichkeit bei Bachheim bei Kilometer 10 in der wärmenden Sonne. 

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An der „Steilküste“ entlang

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An der „Steilküste“ entlang

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So viele Ziele

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Gerade noch so trockenen Fußes

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Schlemmen in der Sonne

Nachdem sich jeder wieder gestärkt hatte, ging es wieder hinab in die Wutachschlucht. Unten in der Schlucht angekommen folgt der Weg nun immer auf und ab der Wutach flussabwärts. Wir liefen nun auf dem Schluchtensteig. Dieser Folgt 119 Kilometer der Wutach entlang. Auch noch ein Projekt auf meiner „Bucketlist“ diesen einmal am Stück zu absolvieren. 

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Immer wieder die Gruppe sammeln

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Hoch über der Wutach

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Hoch über der Wutach

Die nächsten 8 Kilometer bis zur Schattenmühle zur zweiten Verpflegung führten uns über einige atemberaubende Ausblicke in die Schlucht und vorbei an ein paar Wasserfällen. Im Winter sind diese zu dicken Eisklötzen gefroren, aber heute präsentierten sich diese in ihrer vollen Pracht. 

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Stau an Schlüsselstellen

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Schnack am Wasserfall

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Wozu sind Brücken da

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Die Dusche läuft schon

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Der Sonne entgegen

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Eine der unzähligen (rutschigen) Brücken

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Hoch über der Wutach

An der zweiten Verpflegung der Schattenmühle war es doch wie der Name schon vermutlich war sehr schattig und dadurch bedingt frostig. Ein paar Spekulatius und Schlücke Iso später, machte sich die Gruppe also wieder auf den Weg. Nun folgte der Weg erstmal wieder hinauf aus der Schlucht hinaus, bevor man die gewonnenen Höhenmeter wieder hinab muss. Es gibt hier zwar einen Weg unten entlang der Wutach, dieser ist aber immer weniger begangen und bei diesem Wetter der letzten Tage als Gruppe nicht passierbar. Am Räuberschlösschen wärmte sich die Gruppe wieder etwas in der Sonne, bevor es vorbei an der Stallegger Tanne (eine der ehemals höchsten Tannen Deutschlands) und dem Stallegger Kraftwerk (dritt ältestes Flusskraftwerk in Deutschland) bis zur Mündung des Rötenbachs. Von hier aus war das Tempo nach Rötenbach freigegeben und jeder konnte die letzten 4 Kilometer auf den Trails sein eigenes Tempo gehen. Ein paar versuchten noch den geplanten Zug zurück von Rötenbach nach Döggingen zu erwischen. Dieser wurde aber um wenige Minuten nicht mehr erreicht und so wartete und genoss man die Zielverpflegung noch gemütlich in der warmen Novembersonne. Als es dann aber doch kühler wurde kam gerade rechtzeitig der Zug und brachte die tapferen Läufer wieder zurück zum Ausgangsort. 
Eine kleine Gruppe fand sich schließlich zum verdienten Abschluss ins Flamingo nach Bräunlingen ein. 

Insgesamt war der 1. Trailfieber Gruppenlauf ein voller Erfolg und die Teilnehmer mehr als begeistert von der Streckenführung. Schon jetzt steht fest, dass es auch 2017 wieder eine Austragung geben wird. Ihr werdet rechtzeitig über den Termin informiert! 

Vielen Dank an die tolle Gruppe und an Elke für die Verpflegung. 

Hier noch der GPS Move, falls jemand die Strecke ablaufen will. (Bitte auf die Weginfos auf der Webseite des Schluchtensteigs achten) 

http://www.movescount.com/de/moves/move131868352

3 Gedanken zu „1. Trailfieber Gruppenlauf“

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