Aussicht auf den Rennsteig

Am kommenden Wochenende ist es endlich wieder soweit. Es ist Rennsteig-Wochenende. Am morgigen Freitag geht es zusammen mit 8 Laufkameraden vom Lauftreff Pfohren mit dem Kleinbus in Richtung Eisenach. Über 73 Kilometer für der Supermarathon zum 43. Mal über ein Teil des Rennsteigs. Mein erster Ultramarathon überhaupt fand hier statt, genau 2 Jahre ist das erst her. 2 Jahre in denen sich so viel verändert hat. Eigentlich wollte ich an den Ursprung so mancher verrückter Idee zurückkehren und einen neuen Meilenstein meiner Laufkarriere abliefern, doch leider ist dieses Vorhaben nun auf einem sehr wackligen Fundament gebaut.

Am vergangenen Wochenende beim Wings for Life World Run verletzte ich mich das erste Mal schlimmer bei einem Lauf. Plötzlich kurz nach der Halbmarathonmarke (1:28 Stunden) ein starkes Stechen in meiner rechten Wade. Anstatt auszusteigen drehte ich das Tempo für 4 Kilometer auf 6:30min/km runter und lief anschließend noch 12 Kilometer mit sub 5min/km weiter. Es ging wieder. Am Montag beim Aufstehen dann der nächste Schock. Ich konnte fast nicht mehr gehen. Direkt brannte sich ein Gedanke in den Kopf. Muskelfaserriss. Nicht gleich panisch werden. Erstmal abwarten. Voltarensalbe in der Apotheke besorgt und einen Tag lang geschmiert. Als es am Abend immer noch nicht spürbar besser war, machte ich mir aber langsam ernsthafte Sorgen.
Ein kurzes Telefonat mit einem ortsansässigen Orthopäde, auch Ultraläufer und ich war am nächsten Tag zur Visite in der Praxis eingetragen.

Ein kurzer Ultraschall und das Thema Muskelfaserriss war zum Glück vom Tisch, aber ich hielt eine Überweisung ins örtliche Klinikum in der Hand zum Ausschluss einer Thrombose. In einer Rekordzeit von unter 1 Stunde durchlief ich aber auch diese Untersuchung ohne Befund und es blieb lediglich die Aussage Mikromuskelfaserriss oder Zerrung im Raum stehen. Man fühlt sich dann doch immer etwas schlecht, weil man denkt man hätte deutlich überzogen mit der eigenen Reaktion gleich zum Arzt zu rennen. Tipp vom Arzt war 2-3 Tage langsam machen und dann wieder anfangen. Vom Vorhaben Rennsteig meinte er „Wenn sie meinen. Passieren kann nichts“. Also ein klares „Go!“ in meinen Ohren.

Aber was wird nun aus dem Lauf? Wie angehen?

2013 absolvierte ich die Strecke in 7:48 Stunden. Sehr vorsichtig war ich damals meinen ersten Ultralauf angegangen und war auch nicht mal annähernd auf dem Fitnessstand wie jetzt. Die 7 Stunden sollten auch trotz der Wade machbar sein und sind immer noch mein Ziel. Ursprünglich hatte ich sogar mit einer Zeit von 6:30 spekuliert, wenn alles glatt gelaufen wäre.

Heute Abend werde ich die Wade auf einem kleinen Lauf nochmals abschließend testen und meine neuen Treter für den Rennsteig, der Salomon Sense Pro, endlich auch mal auf die Laufstrecke ausführen, wo er doch die letzten 3 Tage nur den Alltag kennen lernen durfte, da Einlaufen nicht möglich war.

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Wirkt Entzündungshemmend, aber nicht sehr lecker

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Einlaufen!

Viel mehr freue ich mich aber auf ein tolles Wochenende mit sehr viel Spaß und wieder viele Leute zu treffen, die ich bereits schon von anderen Laufveranstaltungen kenne.

Man sieht sich also. Freitag Abend in Eisenach, Samstag auf der Strecke oder anschließend auf der After-Run Party in Schmiedefeld!

Wen findet man denn alles vor Ort?

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