Durch die Rötenbachschlucht

Was macht man an so einem freien Freitag Nachmittag? Richtig. Eine Trailtour im Schwarzwald. Aber wie immer stellt sich zu Beginn die Frage wohin? Dreht man eine bekannte Runde oder erkundet man neues Terrain? Ich hatte Lust auf was neues und suchte über Movescount nach schon vorhandenen Routen in der Region.

Mein Augenmerk fiel auf eine eingetragene Route mit dem Namen „Tour durch zwei Schluchten“. Mit 15,5 Kilometer genau die richtige Länge für den Nachmittag. Start der Runde ist in Rötenbach am Bahnhof und über die Rötenbachschlucht und Wutachschlucht sollte es über Göschweiler wieder zurück zum Ausgangspunkt gehen. Also kurz das Trailzeug zusammengesucht, Marcel gefragt ob er mitkommt und ab ins Auto auf die ca. 20 Minuten Anfahrt nach Rötenbach.

Bei perfektem Wetter starten wir dort gegen 14:20 Uhr am Bahnhof Rötenbach. Parkplätze sind hier ausreichend und kostenfrei verfügbar. Zuerst führt und die Route unter den Gleisen hindurch Richtung Ortsmitte. Hier trifft man auf den Rötenbach und folgt diesem. Diesem folgt die Route immer parallel über die Rötenbachstraße hinab in Richtung Schlucht. Kurz nach einem alten Steinbruch zweigt ein Trail nach rechts über eine Brücke ab. Ab hier ist man dann komplett auf dem Trail unterwegs. Vorbei an der Talwiesenhütte schlängelt sich dieser neben dem Fluß auf und ab. Hin und wieder mit sehr teilen Felsstufen. Bei höherer Geschwindigkeit durchaus herausfordernd. Unzählige Male quert man auf Brücken den Rötenbach. Mal direkt auf Höhe des Flußes, mal etliche Meter darüber führt der Weg technisch schwierig aber durchaus komplett laufbar die Schlucht hinab. Unterwegs findet man hier auch einen tollen Wasserfall zu welchem ebenfalls ein kleiner Weg hinab geht. image10 image11 image01 image02 image03 image04 image05

Nach 5 Kilometer hat man dann das Ende der Rötenbachschlucht erreicht. Der Weg mündet hier in den Schluchtensteig. Wir folgen diesem in Richtung Stühlingen und laufen nun durch die Wutachschlucht. Es geht erstmal steil nach oben. Unter uns liegt das Stallegger Flusskraftwerk, seinerseits das älteste Drehstromkraftwerk Deutschlands. image06 image07Ein Stück weiter steht eine der ältesten und höchsten Tannen Deutschland. Vor dem Sturm im Jahre 2014, welcher ihr 20m an Höhe kostete, thronte diese mit 52m über der Wutachschlucht. Bei Kilometer 7,8 verlässt man die Wutachschlucht und über einen kleinen und unscheinbaren Trail beginnt der Ausstieg in Richtung Göschweiler.image08 Nach 3 weiteren Kilometer hat man 150 Höhenmeter höher dann Göschweiler erreicht. Von hier geht es über Asphalt und Forstwege zurück nach Rötenbach.

Am Ende stehen 15,70 Kilometer mit 330 positiven Höhenmeter auf der Uhr. Wir waren recht flott unterwegs und haben die Runde in guten 1:25 Stunden hinter uns gebracht. Verpflegungsmöglichkeiten gibt es unterwegs nur die Möglichkeit beim Ausstieg zur Schlucht die 100m nach unten zu laufen und sich bei der Schattenmühle zu verpflegen. Man handelt sich hierbei aber ordentlich Höhenmeter ein.

Fazit: Eine Tolle Runde, welche allerdings auch etwas Trittsicherheit erfordert. Die Rötenbachschlucht ist sehr wild und etwas unwegsamer wie die berühmtere Wutachschlucht. Dafür aber auch ruhiger und romantischer. Bei Nässe ist die Tour auch möglich, sollte aber etwas vorsichtig gemacht werden. Der Weg ist in guten und gepflegtem Zustand. Die zweite Hälfte allerdings keine Trails mehr, da man ja irgendwie wieder zurückkommen muss. Man kann aber auch umdrehen und zurücklaufen auf der gleichen Strecke. 

Hier gehts zur Strecke

Hier zum Move

Trailfieber
  • 70%
    Trailfieber - 70%
70%

Kurzfassung

ca. 6 Kilometer reiner Trailanteil. 4 Kilometer Forstwege und 5 Kilometer Asphalt.

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