Erste Gipfeltour 2014

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Meine erste Tour 2014. Da auf der Nordseite doch recht wenig Schnee vorhanden ist und dieser durch 2 Wochen mit +15 Grad auch schon recht angegriffen ist, beschloss ich die erste Tour 2014 mit reinem Schuhwerk zu wagen. Ziel sollte der Stockberg sein.

MIt dem Auto ging es gegen Mittag nach Nesslau. Dort kann man das Auto kostenlos am Bahnhof. Der ausgeschilderte Wanderweg führt dann über die Hauptstraße und über eine kleine Seitenstraße aus dem Ort hinaus. Ich wählte die Variante am Friedhof vorbei und dann querfeldein über die Wiesen. Das sparte ein paar Meter, war jedoch recht anstrengend. Als ich die Forststraße erreicht hatte folgte ich dieser bis es steil in den Wald ging. Aus dem Wald raus stand ich plötzlich in einer Winterlandschaft. Der Weg war von doch recht tiefen Schneefeldern überdeckt. Ab hier wählte ich dann die direkte steile Route auf schon freiem Untergrund. Von Oberstofel nahm ich den direkten Aufstieg zum Josenhüttli in Angriff, welcher zum Glück  schneefrei war. Dort angekommen direkt weiter Richtung Stockneregg, da ich auf jeden Fall noch vor der untergehenden Sonne auf dem Gipfel ankommen wollte.

Kurz vor der Stockneregg, kam mir nochmals ein riesen Schneefeld in die Quere. Nach den ersten 2 Schritten war ich erstmal bis zu den Knien weg. Zum Glück hatten sich schon ein paar Wanderer einen Weg durch das Feld gebahnt, sodass ich deren Spuren verwenden konnte und dann nicht mehr so tief einbrach. An der Stockneregg angekommen machte ich eine kurze Pause und konnte weiter oben zwei Wanderer erkennen, welche sich auf dem Rückweg vom Gipfel befanden. Es sollten die einzigen zwei Personen bleiben, welche ich an diesem Tag seit Nesslau zu Gesicht bekam.

Hier an der Stockneregg bließ der Wind ziemlich kalt, sodass ich meine Jacke über das verschwitzte T-Shrt warf. So machte ich mich an den steilen Aufstieg immer am Grad entlang. Auf Höhe der kurzen Baumkette traf ich die zwei weiteren Wanderer. Nach dem Baumgürtel folgt noch ein kleines Schneefeld, ansonsten ist der Anstieg von der Stockneregg aber komplett frei.

Am Gipfel angekommen rastete ich kurz. Genoss ein mühevoll hoch getragenes Gipfelbier. Leider war es doch recht diesig und so umhüllte eine graue Schicht den Säntis und den Blick Richtung Tal und Bodensee. Vom Gmeinenwishöchi war hin und wieder ein Grollen von abgehenden Nassschneelawinen zu hören.

Die Sonne war bereits am verschwinden hinter den Ausläufern der Churfürsten, als ich den Abstieg begann. Ich wählte wieder die direkte Linie und nahm die letzten 4 Kilometer auf der Straße als kleinen „Trainingslauf“.

Dauer:
Aufstieg 2 Stunden
Abstieg 1:15 Stunden

Schwierigkeit T2.

Strecke

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