Irland 2012- Der Kerry Way Tag 11

tag11001Das Geräusch das uns zur Nacht begleitet hatte weckte uns auch am Morgen. Der Regen hatte nicht vor eine kleine Pause zu machen. Geweckt wurden wir allerdings vom Geschrei ein paar Raben, welche die Ausmaße eines Adlers hatten. An diesem Tag hatten wir vor Blarney etwas zu erkunden. Beim Frühstück trafen wir die Londoner vom Vorabend wieder. Sie boten uns nochmals an uns in 15 MInuten mit nach Blarney zu nehmen. Dies sollte uns zumindest einmal am heutigen Tag den drei Kilometer Weg ersparen. Für die zwei war es der letzte Tag in Blarney auf ihrer Rundreise auf der irischen Insel. Sie setzten uns direkt vor Blarney Castle ab.

Der Bergfried des Blarney Castle steht in einem großen Park im Herzen des Dorfes. Der steinerne Bau wurde im 14. Jahrhundert errichtet und war der Sitz der Familie McCarthy. Berühmt in der englischsprachigen Welt ist Blarney Castle aber  durch den Stein der Beredsamkeit. Einer Sage nach soll Cormac Laidir Mac Carthy die Göttin Cliodhna um Hilfe bei einem Rechtsstreit gebeten haben. Diese riet ihm den ersten Stein den dieser am nächsten Morgen sehen sollte zu küssen. Er tat dies und gewann den Rechtsstreit. Er platzierte den Stein auf der Spitze des Bergfrieds. Nun pilgern jährlich tausende Touristen nach Blarney um diesen Stein ebenfalls zu küssen. Vor allem Amerikaner.
Um den Stein zu küssen muss man sich auf den Rücken legen und seinen Kopf über den 30m tiefen Abgrund nach hinten beugen und den Stein küssen. Die Beine werden dabei von einem Wächter gehalten. Wir verzichteten getrost darauf und beobachteten lieber wie die Leute sich dabei anstellten.

Der Bergfried ist ca. 30m hoch und man hat von ihm eine wunderbare Aussicht auf Blarney und den umliegenden Park. Rund um Blarney Castle gibt es aber noch weitere Sagen. Im englischsprachigen Raum gibt es die Redewendung „It´s all Blarney“ oder „to talk Blaney“. Im Deutschen bedeutet dies soviel wie „nur geschwätz“ oder „blabla reden“. Zurück geht diese Aussage auf Queen Elisabeth I. Diese hatte einen Zwist mit dem Lord of Blarney welcher sie immer durch Ausreden und falsche Versprechungen hinhielt. Aus Zorn rief sie „This is all Blarney; what he says, he never means!“

Nachdem wir den Bergfried besichtigt hatten, machten wir uns daran den Park erkunden. Schließlich war der Eintritt mit 12€ nicht ganz billig. Rund um den zentralen Turm gibt es weitere kleine Gärten. Einer davon ist der Garten der Hexe. Diese soll in diesem ihr Unwesen getrieben haben. Auch hier gibt es einige Sagen dazu. Die „Wishing Steps“ sollen jedem der sie mit geschlossenen Augen rückwärts erklimmt und dabei an einen Wunsch denkt diesen auch erfüllen. Ob dies wirklich stimmt oder nur ein Gag ist umzusehen wie die Leute rückwärts die Stufen hochstolpern sei dabei offen gelassen. Außerdem soll es eine „Hexenküche“ geben in welcher die Hexe ihre Tränke kochte.

Sehr faszinierend fand ich eine Tunja die im Park wuchs. Diese musste wohl schon einige Jahre auf dem Buckel haben, vor allem wenn man diese mit gewöhnlichen Tujahecken die man aus Deutschland kennt vergleicht.

Nach 4 Stunden verließen wir Blarney Castle und begaben uns noch zum nächsten Supermarkt. Glücklicherweise war dieser auch Sonntags geöffnet. Dennach ging es wieder die drei Kilometer zurück zum Campingplatz. Nach einem Abendessen buchten wir von der Rezeption aus zwei Betten in Sheilas Hostel in Cork für den nächsten Tag.

Am Abend stand dann der Abschlusstag der Olympiade an. Basketball und ausnahmsweise mal Boxen! Zusammen mit einem amerikanisch/chinesischem Paar staunten wir abschließend noch über die Farbpracht der Abschlussfeier. Nach drei Stunden voller englischer Hits ging es dann aber recht müde ins Zelt zurück… Es sollte die letzte Nacht im Zelt sein für diesen Urlaub.

 

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