Schauinslandlauf 2013

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Das erste Mal am Schauinsland war ich 2011. Damals als Vorbereitung auf den K42 in Davos. Damals hatte ich mich explizit auf diesen Berglauf vorbereitet und extra davor eine größere Pause eingelegt. Auch 2013 wollte ich das Schauinsland erklimmen um mich auf den K78 vorzubereiten. Doch es sollte schwerer werden als erwartet…Die Fakten:

13 Kilometer, 957 Höhenmeter positiv. Start auf 298m, Ziel auf 1255m. Die letzen 3 Kilometer mit 420hm und bis zu 20% Steigung.

Profil Schauinslandlauf

Der Start erfolgte bei schönstem Sommerwetter um 10 Uhr am Möslestadion, der Fußballschule des SC Freiburg. Nach 200 Meter auf asphaltierter Stecke begann der Anstieg. Erst moderat dann stetig ansteigend führte uns der noch breite Forstweg den Berg hinauf. Bis Kilometer 2 ging es dann bergauf. Anschließend hat man 400m als flache Erholungsstrecke. Diese ist allerdings schneller wieder vorbei als man sich an das schnelle Tempo gewöhnen konnte. Bis Kilometer 10 steigt die Strecke anschließend noch sehr angenehm an und man kann mit einem guten 6min/km-Tempo laufen. Ab der Verpflegungsstation bei Kilometer 10 wird der Weg allerdings erbarmungslos. Auf der ehemaligen Rodelbahnstrecke windet sich der Weg auf 3 Kilometer über 400 Höhenmeter nach oben. Laufen tut hier keiner mehr. Auch ich falle ins Gehen zurück. Selbst das normale Gehen erfordert aber einen extremen Kraftverbrauch, sodass man zwischen durch auch kleinere Pausen einlegen muss. Die Strecke ist hier übersät von großen Steinen, welche im Winter und Frühjahr ausgewaschen wurden. Ich werde langsamer und langsamer. Es fehlt nach den 60-70 Kilometer Wochen einfach die Kraft am Berg nochmal voll anzugreifen. Ich benötige für Kilometer 11 fast 14 Minuten. Als ich endlich das Ziel vor Augen hab, ist meine Bestzeit von 2011 in sehr sehr weite Ferne gerückt. Mit letzter Kraft schleppte ich mich über die Zielline… 1:33:48. Bei Kilometer 10 war ich bei 59:00 Minuten! Das heißt 34 Minuten für 3 Kilometer. Grausam! Meine Bestzeit bisher steht bei 1:26. Meilenweit vorbei!

Eigentlich hatte ich geplant die 13 Kilometer anschließend aber wieder runter zulaufen. Angesicht der starken Belastung für die Knie spare ich mir diesen Part dann aber und begebe mich zur Schauinslandbahn, welche die Läufer wieder sicher ins Tal bringt.

Im ersten Moment war ich doch sehr enttäuscht über den Kraftverlust und die verpasste Bestzeit. Im Nachhinein habe ich allerdings meine Trainingsumfänge von 2011 und 2013 verglichen und festgestellt, dass ich im ganzen Juni 2011 nur 58 Kilometer zurückgelegt hab und 2013 ganze 240 Kilometer und in der Rennwoche 0 zu 52 Kilometer. Ich bin froh den lauf trotzdem durchgehalten zu haben. Aufgeben ist einfach keine Option!

Hier noch der Vergleich 2011 und 2013:

Kilometer 2011 (min/km) 2012 (min/km)
1 6:05 5:38
2 6:31 6:18
3 6:32 6:52
4 6:03 6:09
5 5:79 5:42
6 5:16 5:14
7 5:41 6:06
8 5:47 5:47
9 4:47 4:58
10 6:09 6:33
11 9:19 10:42
12 10:24 12:34
13 7:57 8:24
Gesamt 1:26:25 1:33:38

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